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"Wahres Gehalt": Penny zahlt Angestellten eine Woche lang das, was sie eigentlich verdienen sollten

Köln (dpo) - Es ist eine Aktion, die bundesweite Aufmerksamkeit erhält: Der Discounter Penny will seinen Angestellten für eine volle Woche ihr "wahres Gehalt" bezahlen – also das, was sie wirklich zum Leben brauchen. Für die meisten Positionen bedeutet das einen Mehrverdienst von etwa 60 bis 100 Prozent.

"Wow! Statt 12 Euro Mindestlohn bekomme ich plötzlich 20 Euro pro Stunde!", freut sich Ingrid Wachowski. Sie kassiert in einer Penny-Filiale in Köln Mülheim. "Wirklich faszinierend, wenn man mal sieht, wie viel man eigentlich wirklich verdienen sollte. Wenigstens diese Woche reicht mein Lohn."

Die 46-Jährige ist eine von etwa 4200 Penny-Angestellten bundesweit, die seit heute ihr "wahres Gehalt" beziehen. Damit ist der Betrag gemeint, der bei Berücksichtigung aller Lebenshaltungskosten und der geleisteten Arbeit eigentlich angemessen wäre.

Bei Penny ist man stolz auf die Aktion: "Wir müssen uns der unbequemen Botschaft stellen, dass die Löhne unserer Angestellten die Arbeitsleistung dieser Menschen nicht widerspiegeln“, sagt Penny-Manager Stefan Görgens. "Übrigens nicht nur bei uns, sondern auch bei unserer Konkurrenz und in vielen anderen systemrelevanten Branchen wie Pflege, Müllentsorgung oder Logistik."

Die Mehrausgaben durch das Experiment will Penny mit der Streichung des diesjährigen Weihnachtsgelds für alle Angestellten finanzieren.

pfg, ssi, dan; Foto: Imago
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