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Nach 30-Millionen-Raub in Sparkasse: Gelsenkirchener überrascht, dass so viel Geld in der Stadt war

Gelsenkirchen (dpo) - Nach dem spektakulären Raub in einer Gelsenkirchener Sparkasse, bei dem die Täter 30 Millionen Euro erbeuteten, sind die Anwohner in Aufruhr: Viele sind vollkommen überrascht, dass sich so viel Geld in ihrer Stadt befunden haben soll.

"Wat? 30 Millionen? Hier in Gelsenkirchen? Dat gibbet doch nich!", staunt etwa Frührentner Marco Schönbeck (41). "Und dann auch noch nur in einer Bank? Alle Leute, die ich so in meinem Bekanntenkreis kenne, haben höchstens ein Gesamtvermögen von 80 bis 100 Euro sowas, schätz ich mal. Also zusammen jetzt."

Wie viele andere Gelsenkirchener war auch Schönbeck davon ausgegangen, dass sich in der gesamten Stadt höchstens ein paar zehntausend Euro im Umlauf befinden, mit denen die Einwohner Rubbellose, Bier und Zigaretten kaufen. "Wohnt Elon Musk hier oder wat? Wenn ich ein Bankschließfach hätte, würden da nur eine alte Casio-Uhr und ein paar Sammelkarten von der WM 1994 drin liegen, Schätzwert 12,80 Euro."

Entsprechend hoffen die Menschen in Gelsenkirchen nun, dass es sich bei den Räubern um Einheimische handelt. "Wenn die die Kohle hier verprassen, dann könnte das einen regelrechten Boom auslösen", so die derzeit arbeitslose Gelsenkirchener Ökonomin Gisela Hönning.

dav, ssi, dan
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