Bochum (dpo) - Nicht schon wieder! In Bochum ist ein Bauarbeiter in eine etwa drei Meter tiefe Grube gestürzt und musste daraufhin im Krankenhaus ärztlich versorgt werden. Der Vorfall ging zwar glimpflich aus, wirft aber ein Schlaglicht auf die Gefahren des Grabens von Gruben für andere.
Nach Behördenangaben verlor der 36-Jährige das Gleichgewicht, als er am Rand der Grube stand. Bei dem anschließenden Sturz zog er sich mehrere Prellungen im Rippenbereich sowie an der Schulter zu. Das Krankenhaus konnte er noch am gleichen Tag selbständig verlassen.
Der Sturz des Mannes ist kein Einzelfall. "Wir können es uns selbst nicht genau erklären", bestätigt Annette Grems vom Unfallversicherer HanseCoburg, als wir ihr von dem Fall berichten. "Aber nahezu immer, wenn eine Person anderen eine Grube gräbt, fällt sie selbst hinein. Auch dieses Beispiel passt da genau ins Bild."
Bei Aushebungen, die Menschen für sich selbst graben, kommen ungewollte Stürze hingegen deutlich seltener vor.
Der in Bochum verunglückte Bauarbeiter will vorerst aufhören, Gruben im Auftrag anderer Personen auszuheben. Wie er in einem Facebook-Post mitteilte, möchte er sich künftig der Landschaftsgärtnerei widmen und an Ästen sägen, auf denen er sitzt.
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