Heilbronn (dpo) - Dass er Friedrich Merz in einem Facebook-Post "Pinocchio" genannt hatte, brachte einem Rentner aus Heilbronn bereits polizeiliche Ermittlungen wegen Beleidigung ein. Doch nun kommt es für ihn noch dicker: Wie die Polizei mitteilte, zeigte heute auch Pinocchio höchstpersönlich den Heilbronner an, weil er sich durch den Vergleich mit dem Bundeskanzler beleidigt sieht.
"Ich lasse mir diese Gleichsetzung mit Friedrich Merz nicht gefallen", erklärte die italienische Holzpuppe mit der langen Nase. "Okay: Ich nehme es auch manchmal nicht so genau mit der Wahrheit. Aber: Ich mobbe keine Arbeitslosen. Ich ziehe nie über Ausländer her. Ich sage nicht, dass alle mehr arbeiten müssen. Und vor allem: Ich würde niemals Jens Spahn als Fraktionsvorsitzenden zulassen."
Für Pinocchio sei die Gleichsetzung mit Friedrich Merz daher stark rufschädigend und ehrverletzend. "Ich bin ein echter Junge mit Gefühlen und nicht so ein sauertöpfischer alter Mann aus Deutschland!"
Nun müssen sich womöglich bald die Gerichte mit dem Fall befassen. Dem Rentner aus Heilbronn dürfte im Fall einer Verurteilung eine saftige Geldstrafe drohen. "Die Summe würde ich natürlich an einen guten Zweck spenden, da es mir vor allem um Recht und Gesetz geht und nicht um persönliche Bereicherung", so Pinocchio, während seine plötzlich immer länger werdende Nase die Mikrofone der anwesenden Reporter umwarf.
pfe, ssi, dan; Foto: Shutterstock
