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Verschwörungstheoretiker ist Eliten-Kinderhandel-Ring plötzlich egal, seit klar ist, dass seine Idole darin verwickelt sind

Lüdenscheid (dpo) - War da was? QAnon-Verschwörungstheoretiker Lutz Förster aus Lüdenscheid, der seit Jahren über nichts anderes gesprochen hat als über düstere Eliten, die Menschenhandel betreiben und Minderjährige missbrauchen, will plötzlich nichts mehr von alledem wissen, seit immer klarer wird, dass es so etwas wirklich gab und mehrere seiner Idole darin involviert sind.

"Wie oft wollen die Systemmedien das Thema denn jetzt noch durchkauen?", beschwert sich Förster. "Neue Files veröffentlicht! Noch neuere Files veröffentlicht! Trump hier, Trump da! Das stinkt doch bis zum Himmel nach einer gesteuerten Kampagne. Und überhaupt: Was ist denn mit der Unschuldsvermutung passiert? Nur, weil man einige tausend Male in diesen Akten auftaucht, heißt das noch lange nicht, dass man irgendetwas mit der Sache zu tun hat!"

In den Vorjahren hatte der 41-Jährige wildeste Theorien über Kinder verbreitet, die aus aller Welt verschleppt und dann von finsteren Eliten in unterirdischen Tunneln und in den Kellern von Pizzerien gehalten und missbraucht werden.

Als vor einigen Jahren langsam ans Licht der Öffentlichkeit kam, was sich auf der Epstein-Insel abspielte, fühlte er sich noch bestätigt. Einer seiner Social-Media-Posts aus dem Jahr 2024 lautet: "Veröffentlicht die Akten! Schont niemanden! Jeder, der auch nur einmal mit Epstein zu tun hatte, hängt da mit drin. RETTET DIE KINDER!!!!"

Damit hat Förster heute abgeschlossen. "Für Kinderhändlerringe interessiere ich mich einfach nicht mehr", sagt er. "Künftig will ich meine Energie lieber auf Chemtrails, die BRD GmbH und giftige Impfungen konzentrieren."

Zumindest solange, bis sich auch da herausstellen sollte, dass rechte Milliardäre dahinterstecken.

anh, ssi, dan; Foto: Shutterstock
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