Hamburg (dpo) - Nach dem Angriff eines Wolfs auf eine Frau in Hamburg greifen nun die Behörden durch: In der Innenstadt sind heute erstmals 20 Grizzlybären ausgesetzt worden. Die großen Raubtiere sollen mit ihrer Präsenz die Wolfspopulation in Schach halten.
"Die Attacke gestern hat gezeigt, dass wir jetzt handeln müssen", erklärt die Hamburger Umweltsenatorin Katharina Fegebank. "Am einfachsten und ökologisch verträglichsten geht das, indem man einen natürlichen Rivalen des Wolfes in dem entsprechenden Gebiet auswildert."
Die dafür benötigten Grizzlybären wurden eigens aus Nordamerika eingeflogen und heute Morgen nahe dem Jungfernstieg freigelassen. Das Kalkül: Die als überaus aggressiv geltenden Raubtiere sollen die Wölfe einschüchtern und aus dem Stadtgebiet vertreiben.
"Dann können sich unsere Bürgerinnen und Bürger schon bald wieder in die Innenstadt begeben, ohne Angst vor Wölfen haben zu müssen", freut sich Fegebank.
Kritischen Stimmen, man erzeuge durch die Maßnahme mittelfristig ein Grizzlybärenproblem, widerspricht die Stadt entschieden. Im Zweifelsfall könne man die Bären jederzeit vergrämen, indem man ein paar bengalische Königstiger aussetze.
fed, ssi, dan; Foto: Shutterstock; Hinweis: Beitrag erschien schon einmal so ähnlich
