Niendorf (dpo) - Einfach nur undankbar! Der in einer tagelangen mühevollen Rettungsaktion am Timmendorfer Strand vom Festsitzen gerettete Wal hat heute Nacht damit begonnen, wahllos Schiffe und Kommunikationskabel zu attackieren. Insgesamt hat das aggressive Tier seitdem bereits 12 Schiffe versenkt und vier wichtige Unterseekabel durchtrennt.
"Warum haben wir dieses Monster bloß befreit? Waruuuuuum??!!!!", ruft Walforscher Lars Stökkesen, während er auf die Knie sinkt und die Fäuste zitternd gen Himmel reckt. Er und seine Kollegen mussten gemeinsam mit zahlreichen Helfern fassungslos mitansehen, wie der Wal unmittelbar nach seiner Befreiung eine beispiellose Gewaltorgie begann, die Spuren der Verwüstung durch die gesamte Lübecker Bucht und darüber hinaus zog.
Immerhin kennt man nun auch den Grund, warum der Wal gestrandet ist: "Er wollte vermutlich Kinder attackieren, die am Strand spielten", erklärt Stökkesen. "Dabei hat er sich wohl verschätzt und blieb stecken."
Unklar ist, wie es nun weitergeht. Entweder schwimmt der Wal in Richtung Atlantik, wo er noch größere Schiffe angreifen kann, oder er versucht noch einmal, zurück in Richtung Timmendorfer Strand zu schwimmen, um erneut und mit mehr Schwung die Kinder im flachen Wasser zu attackieren.
ssi, dan; Foto: Shutterstock/DigitalPen [M]
