Berlin (dpo) - Gestern ging in den Medien die Meldung um, Ex-CDU-Chef Armin Laschet habe sich bei einem gewöhnlichen E-Scooter-Unfall die Schulter gebrochen. Doch wie der Postillon aus Geheimdienstkreisen erfuhr, steckt hinter dem Vorfall in Wirklichkeit ein gescheiterter Anschlagsversuch auf Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD).
"Nach unseren Informationen ist der russische Geheimdienst GRU verantwortlich", so ein anonymer BND-Agent. "Sie haben große Mühen investiert, um Pistorius' Tagesablauf auszuspähen, seine tägliche E-Scooter-Route zur Arbeit, seinen Lieblingsabstellplatz – nur ahnten sie nicht, dass sie die ganze Zeit nicht Boris Pistorius, sondern Armin Laschet vor sich hatten."
Glück für den Verteidigungsminister, Pech für den CDU-Politiker, der nach ersten Erkenntnissen aufgrund sabotierter Bremskabel zu Fall kam. "Ein Sprengsatz im Scooter, der ihn nach dem Sturz dann final hätte ausschalten sollen, zündete glücklicherweise nicht", so die BND-Quelle.
Dass die Russen die falsche Zielperson ins Visier nahmen, überrascht den Spionageprofi nicht. "Nur die allerwenigsten Geheimdienste mit enormen Ressourcen auf dem Gebiet der Personenerkennung können die beiden zuverlässig auseinanderhalten. Dennoch ist es eine große Blamage. Ich würde mich nicht wundern, wenn in den nächsten Tagen einige russische Agenten aus Fenstern stürzen."
Dem Postillon gelang es inzwischen, Boris Pistorius vor dem Bundestag mit den exklusiven Informationen zum gescheiterten Anschlag zu konfrontieren. Allerdings gab sich der Verteidigungsminister zugeknöpft und versuchte mit der Behauptung, er sei Armin Laschet, von der Sache abzulenken, bevor er drohte, das Postillon-Reporterteam mit seiner Armschiene zu schlagen.
dav, dan; Foto Pistoris: picture alliance / Hans Lucas | Bastien Ohier, Foto Laschet: picture alliance / Flashpic | Jens Krick
