Wismar (dpo) - Oh nein! Erst sah es aus, als habe der neue Rettungsversuch für den festsitzenden Buckelwal Timmy mittels eines Luftkissens endlich Erfolg. Doch der Optimismus schlug heute schlagartig in Entsetzen um, nachdem klar wurde, dass die Luftkissen versehentlich mit Helium gefüllt worden waren. Vor den Augen schockierter Helfer und Schaulustiger flog das 15 Tonnen schwere Tier in Richtung Dänemark davon.
"Erst hat sich der Wal bewegt und eine Fontäne losgelassen, als er sich endlich von der Sandbank hob", berichtet Augenzeugin Rita Weber. "Wir haben alle gejubelt. Aber dann stieg er immer höher aus dem Wasser hinaus und flog einfach davon wie ein Zeppelin."
Inzwischen hat Timmy nach offiziellen Angaben mit seinen Flugkissen den dänischen Luftraum erreicht. Die deutschen Behörden haben somit keinerlei Handhabe mehr, dem Tier weiter zu helfen.
"So war das natürlich nicht geplant", räumt Koordinator Heiko Manninghausen ein. "Wir haben da einfach die Gasflaschen verwechselt. Naja. Kann ja mal vorkommen."
Berichten zufolge arbeitet die dänische Luftwaffe bereits einen Plan aus, um den Wal mit Hubschraubern in Richtung Nordsee zu ziehen und dort die Luftkissen gezielt zum Platzen zu bringen.
anh, dan, ssi; Foto [M]: Imago/Marc Stinger
