Frankfurt (dpo) - Nach der Verkündung einer zweiwöchigen Waffenruhe im Iran-Krieg schoss der Dachs heute steil nach oben. Laut Zeugenaussagen richtete das Tier um kurz nach 9 Uhr auf dem Parkett der Frankfurter Börse eine Handfeuerwaffe in die Höhe und drückte mehrmals den Abzug.
Nach einer kurzen Schrecksekunde und kleineren Tumulten bejubelte die Schar der anwesenden Trader die Aktion des Tieres frenetisch. Dass der Dachs derart in die Höhe schießt, kommt nicht oft vor und gilt als Zeichen der Entspannung.
"Unser Dachs ist eigentlich ein eher ruhiges Tier und neigt nicht zu großen Gesten", erklärt Tierpfleger Joachim Knapp, der seit 21 Jahren als Dachsbeauftragter an der Frankfurter Börse tätig ist. "Dass er heute so nach oben ballert, ist wirklich was Besonderes. Die kaputten Lampen und die Löcher in der Deckenverkleidung werden wir in den nächsten Tagen reparieren."
Ganz anders sieht es hingegen aus, wenn das Tier nach unten ins edle Echtholzparkett schießt: Dann bricht in der Regel Panik aus und alle haben schlechte Laune.
Dank einer Ausnahmegenehmigung ist der Dachs an der Frankfurter Börse seit dem Jahr 1963 berechtigt, eine Handfeuerwaffe zu tragen – aktuell ein Modell des Herstellers Colt mit dem Kaliber .45 ACP.
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