Berlin (dpo) - Die hohen Benzinpreise zwingen viele Unternehmen und Organisationen zum Umdenken. Auch Rettungsdienste müssen immer öfter sparen und greifen vermehrt auf Lastenräder statt auf spritfressende Krankenwagen zurück, um Kosten zu senken.
"Wir haben unsere Fahrzeugflotte um 2000 Rettungslastenräder erweitert", bestätigt das Rote Kreuz gegenüber dem Postillon. "Dafür lassen wir die motorisierten Rettungswagen jetzt stehen und radeln lieber zu unseren Einsätzen. Bislang haben wir damit sehr gute Erfahrungen gemacht."
Bis zu einem Patienten kann pro Rettungslastenrad transportiert werden. Neben der Tatsache, dass sie keinen Treibstoff verbrauchen, haben die Zweiräder unter anderem den Vorteil, dass das Rettungspersonal mit ihnen leichter durch Rettungsgassen durchkommt.
"Im innerstädtischen Verkehr sind wir sogar oft schneller", so ein Sprecher. "Zumindest, bis beim Fahrer die Beine brennen oder das Rad über eine Scherbe fährt. Dann kann es auch mal ein Weilchen dauern."
Doch es gibt auch Nachteile: Um Patienten während der Fahrt behandeln oder reanimieren zu können, müssen die Sanitäter ein- oder gar freihändig fahren.
Immer wieder werden außerdem Rettungslastenräder im Einsatz von Autos angefahren. Dann müssen zwei neue Rettungslastenräder losfahren, um die Verletzten zu bergen.
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