Schwäbisch Gmünd (dpo) - Es ist ein absolutes Ausnahme-Ereignis im deutschen Gesundheitswesen: Marina Sevinc aus Schwäbisch Gmünd wurde heute unmittelbar nach ihrer pünktlichen Ankunft zu einem Arzttermin ins Behandlungszimmer gebeten, ohne zuvor warten zu müssen.
"WOAAAAAAS????", rief die 54-Jährige ungläubig, als sie um Punkt 15.20 Uhr aufgerufen wurde. "Haben Sie gerade wirklich meinen Namen gesagt? Was ist denn jetzt kaputt! Oder ist hier eine Frau mit dem selben Namen wie ich, die schon seit ein paar Stunden wartet?"
Ihren Roman, in dem sie im Wartezimmer lesen wollte, hat Sevinc völlig umsonst mitgenommen. Dabei war sie optimistisch gewesen, die gesamte Trilogie vor der Behandlung noch fertigzubekommen.
Sevinc glaubt deshalb an einen Fehler. "Sind Sie ganz sicher, dass ich schon dran bin? Es war 15.20 Uhr vereinbart. Und das ist es jetzt auch. Das kann eigentlich nicht sein. Sie wissen, dass ich Kassenpatientin bin? Ist das hier versteckte Kamera oder was?", fragt sie die Sprechstundenhilfe, die ihr dennoch bedeutet, sich ins Behandlungszimmer zu setzen.
Dort beruhigt sie sich schließlich, als sie erst 10, dann 15 und schließlich 34 Minuten wartet, bis der Arzt dann wirklich zu ihr kommt und mit der Behandlung beginnt.
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