Berlin, Leipzig (dpo) - Nach der Amokfahrt eines deutschstämmigen Mannes in Leipzig mahnt die AfD harte Konsequenzen an. In einer Pressekonferenz der Fraktionsspitze forderten Alice Weidel und Tino Chrupalla die sofortige Abschiebung aller Deutschen, um derartige Verbrechen künftig zu verhindern.
"Wieder ein schreckliches Verbrechen, wieder ein deutscher Täter", so Weidel mit eindringlicher Miene. "Leipzig, Mannheim, Halle, Hanau… Wann hört das endlich auf? Ich sage Ihnen, wann das aufhört: dann, wenn wir endlich alle kriminellen Deutschen Amokfahrer, Axtmänner, Frauenmörder und Vergewaltiger aus diesem Land abgeschoben haben, meine Damen und Herren!"
Die Bundesregierung stehe in der Pflicht, eine Ausweisung der deutschen Bevölkerung zu prüfen und entsprechend vorzubereiten.
"Man hat das Gefühl, unser Bundeskanzler tut überhaupt nichts gegen die ganzen Deutschen, die unser Land so unsicher machen", erklärt Tino Chrupalla. "Wir als AfD sind da mit gutem Beispiel vorangegangen: 50 Prozent der Fraktionsspitze hat sich bereits freiwillig selbst in die Schweiz abgeschoben. Aber das reicht nicht."
Insgesamt müssten nach Schätzung der AfD knapp 60 Millionen Menschen mit deutschen Wurzeln das Land verlassen – ein gigantisches Unterfangen, das parteiintern auch als "D-Migration" bezeichnet wird.
ssi, dan; Foto: Imago
