Aurich (dpo) - Droht Deutschland jetzt das nächste Tierdrama? Nur wenige Tage nach der Rettung von Buckelwal Timmy, ist heute an der Küste von Juist eine Qualle gestrandet. Sofort bildete sich eine große Menschentraube.
"Man hat wirklich keine Gelegenheit, mal zu verschnaufen", erklärt Niedersachsens Ministerpräsident Olaf Lies, der sich gerade vor Ort ein Bild der Lage verschafft. "Nach der Ostseeküste hat es nun uns getroffen. Wir beraten uns aktuell mit Experten, um das weitere Vorgehen zu koordinieren. Wichtig ist, dass wir das Tier nicht in Panik versetzen."
Noch ist unklar, ob sich die Qualle lediglich verirrt hat oder ob es sich um ein krankes Tier handelt, das den Strand aufsuchte, um zu sterben. "Bislang haben wir noch keine Quallengesänge von ihr gehört", erklärt Meeresbiologe und Selbstdarsteller Heiko Sinter. "Das ist ein schlechtes Zeichen. Auch auf eine Fontäne warten wir bislang vergeblich. Ich werde schnellstmöglich den Kontakt mit dem Tier suchen, sobald der Akku meiner GoPro aufgeladen ist."
Derzeit liegt das Tier, das von mitfiebernden Zuschauern auf den Namen Quall-Heinz getauft wurde, nahezu regungslos im knöchelhohen Wasser. Berichten zufolge soll derzeit eine private Initiative mehrerer vermögender Personen den Plan verfolgen, Quall-Heinz mithilfe eines speziellen Transporteimers in die Freiheit zu befördern. Aufgrund einzuholender Genehmigungen dürfte dies jedoch mindestens einen Monat dauern.
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