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Traurig: Nur jeder vierte Deutsche weiß, dass Jesus an Pfingsten geheiratet hat

Berlin (dpo) - Geht unsere kulturelle Identität immer weiter verloren? Das Pfingstwochenende steht vor der Tür – doch laut einer aktuellen Umfrage können die Deutschen damit offenbar wenig anfangen. So wussten nur erschreckende 26 Prozent, dass im Christentum an Pfingsten die Hochzeit Jesu mit Marta von Betanien gefeiert wird.

"Das ist natürlich traurig", erklärt Heinz Geiwasser, dessen Institut Opinion Control insgesamt 1009 Bundesbürger befragt hat, was genau ihrer Meinung nach an Pfingsten gefeiert wurde. "Von einem historisch christlichen Land hätte man da viel mehr erwarten können."

Demnach konnten nur 26 Prozent auf Anhieb die Erzählung aus dem Markus-Evangelium wiedergeben, in der sich Marta von Betanien und Jesus kennen und lieben lernten und schließlich in der ersten christlichen Trauung der Welt heirateten.

"Das Besondere an dieser Geschichte ist ja, dass Marta die Schwester von Lazarus ist, den Jesus von den Toten auferweckte, obwohl Marta ihn nicht leiden konnte", so Geiwasser. "Das machte die Ehe zwischen ihr und dem Messias ja auch so spannungsvoll – man denke etwa an das Wunder, als Jesus die Zeit zurückdrehte, nachdem er bis in die Morgenstunden mit seinen Jüngern unterwegs gewesen war, damit Marta ihm keine Standpauke gibt."

Nur die wenigsten der Befragten wussten außerdem, dass die an Pfingsten oft zu sehende Taube eine Anspielung auf die Taube ist, die in der Hochzeitstorte versteckt war und nach dem Anschneiden davonflog.

Marta von Betanien, die nach der Trauung offiziell Marta Christus hieß, überlebte ihren Ehemann um 39 Jahre und starb im Jahr 72. Im Katholizismus wird sie noch heute als Heilige verehrt.

pfe, dan, ssi
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