Oberhausen, Toronto (dpo) - Was für ein großartiger Typ! Weil Sandro Franke, ein betrunkener 28-Jähriger, in Oberhausen eine Leinwand besonders intensiv angebrüllt hat, hat die gesamte deutsche Nationalmannschaft einen regelrechten Motivationsschub erhalten. Selbst der Stuttgarter Profi Jamie Leweling, der auf der Bank sitzt, will etwas gespürt haben.
"Klasse, Sandro, danke", denkt etwa Nico Schlotterbeck, als er in der 14. Minute plötzlich davon angetrieben wird, dass Franke in knapp 6150 Kilometern Entfernung mit Bierflasche in der Hand "Deutschlaaaaand! Deutschlaaaaand!" skandiert. "Genau das habe ich jetzt gebraucht", so Schlotterbeck weiter, während er einen Ball aus dem Gefahrenbereich köpft.
Nur eine Minute später ist es Joshua Kimmich, der von der Aufmerksamkeit des Berliners, der sich nur zu großen Turnieren für Fußball interessiert, profitiert: "Gerade überlege ich noch, wohin mit dem Ball, da brüllt Sandro, dass rechts einer frei ist. Der Tipp war natürlich goldrichtig", schwärmt der Verteidiger. "Der Mann hat ein Auge für so etwas – ein Teufelskerl!"
Mit einem Unterstützer wie Sandro Franke kann die deutsche Nationalmannschaft eigentlich nicht verlieren. Es sei denn, er schläft nach der nächsten Runde Pflaumenschnaps vorzeitig ein.
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