New York, Berlin (dpo) - Aufgeben ist keine Option: Nachdem die deutsche Bewerbung um einen der 10 nichtständigen Sitze im UN-Sicherheitsrat krachend gescheitert ist, hat die Bundesregierung zumindest einen Stehplatz beantragt.
"Es muss ja nicht unbedingt ein gemütlicher Sitz sein", erklärte Außenminister Johann Wadephul. "Wir sind auch mit einem Stehplatz am Rand zufrieden. Besser als nichts! Wir wollen nur sehen, was im Sicherheitsrat los ist und vielleicht hier und da mal eine respektvolle Wortmeldung machen, mehr nicht. Wir werden uns auch wirklich benehmen, versprochen!"
Sollte die Bewerbung Deutschlands um einen Stehplatz im UN-Sicherheitsrat erfolgreich sein, will die Bundesregierung Repräsentanten mit besonders starken Waden entsenden, die auch längere Sitzungen stehend bestreiten können.
Ob sich die Vereinten Nationen darauf einlassen, ist allerdings fraglich. In der Vergangenheit kam es in UN-Sicherheitsratssitzungen immer wieder zu Störungen, weil Stehplatzbesitzer illegale Pyro in den Saal schmuggelten oder auffällige Choreografien aufführten.
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