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Seit über 32 Stunden kein WM-Spiel gesehen: Mann nach kaltem Entzug in Klinik eingeliefert

Köln (dpo) - Ein Mann aus Köln ist am Montag in ein Krankenhaus eingeliefert worden, nachdem sein Kreislauf nach mehr als 32 Stunden ohne WM-Spiel kollabierte. Mediziner warnen seit Tagen davor, ohne ärztliche Überwachung einen kalten Entzug von WM-Übertragungen vorzunehmen.

"Der Günther hat alle Spiele angeschaut und war die letzten Wochen total im WM-Fieber", erzählt seine Frau Hanna Wiesäcker. "Als es dann plötzlich hieß, dass am Sonntagabend kein Spiel ist und am Montag auch nicht, da ist er in ein tiefes Loch gefallen. Er saß zitternd und schwitzend vor dem Fernseher und schaltete immer wieder durch die Kanäle. Als er keinen Sender fand, auf dem WM läuft, ist er einfach zusammengebrochen."

Dass der Entzug so hart ist, liegt auch daran, dass diese WM mit 48 Teams besonders lang ist und dadurch besonders viele Partien hat. Dadurch, so Suchtforscher, gewöhnen sich die Körper der Fans schnell an eine sehr hohe Dosis Fußball. Fällt das tägliche High dann schlagartig weg, machen derart Angefixte einen kalten Entzug durch.

Derzeit befindet sich Günther Wiesäcker nicht mehr in einem kritischen Zustand. Er ist inzwischen Patient in einer Entzugsklinik, wo er sich dank des Einsatzes von weniger starken Ersatzdrogen wie Tennis-, Curling- oder Tour-de-France-Übertragungen auf dem Weg der Besserung befindet.

anh, ssi, dan; Foto: Shutterstock
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