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Letzte Amtshandlung: Patrick Schnieder beschließt Maut für Privatflugzeuge

Berlin (dpo) - Verkehrsminister Patrick Schnieder steht kurz vor der Ablösung. Nun hat der beim Kanzler in Ungnade gefallene CDU-Politiker als eine seiner letzten Amtshandlungen noch schnell eine Maut auf Privatflugzeuge verhängt. Pro Flug wird demnächst eine Gebühr in Höhe von 10.000 Euro fällig werden.

"Wir mussten endlich etwas gegen die zunehmenden Schäden unternehmen, die durch Privatflugzeuge verursacht werden", erklärte Schnieder bei einer Pressekonferenz. "Es kann nicht sein, dass arrogante Leute mit Halbglatze und Haarinsel nach Lust und Laune mit ihren Maschinen durch die Luft fliegen und harmlose Verkehrsminister entlassen."

Die Gebühr in Höhe von 10.000 Euro pro Flug soll sofort gelten und auch rückwirkend erhoben werden.

Schnieder rechnet vor: "Angenommen ein Privatflugzeuginhaber, nennen wir ihn mal Herr Merz oder aus Gründen der Anonymität vielleicht besser Friedrich M., ist in den letzten drei Jahren mit seiner Diamond DA62 insgesamt 160 mal geflogen, dann bedeutet das, er schuldet dem Staat Maut in Höhe von 1,6 Millionen Euro."

Seit Bekanntwerden seines Rauswurfs durch Merz erscheint Schnieder eifriger denn je. So startete er bereits eine äußerst laute Großbaustelle vor dem Bundeskanzleramt, wo ein neuer Rangierbahnhof entstehen soll. Zudem ließ er das Internet in Arnsberg im Sauerland kappen, um mehrwöchige Wartungsarbeiten einzuleiten. Und um die Sicherheit des Schiffsverkehrs auf der Spree zu gewährleisten, ließ er eine neue Regelung ausarbeiten, wonach alle Schiffe beim Passieren des Kanzleramts 41 mal ihr Signalhorn betätigen müssen.

adg, ssi, dan; Foto Schnieder: picture alliance / Geisler-Fotopress | Robert Schmiegelt, Foto Merz: picture alliance/dpa | Axel Heimken
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