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Wegen Wassermangel: Erste Gemeinde verbietet Schottergartenbesitzern das Gießen ihrer Steine

Böblingen (dpo) - In vielen Regionen in Deutschland herrscht Wassermangel: Nun hat die Stadt Böblingen bei Stuttgart als erste Gemeinde Besitzern von Schottergärten verboten, ihre Steine zu gießen. Das Verbot soll bis Ende September gelten.

"Wir sind uns dessen bewusst, dass dies einen Eingriff in die Rechte von Schottergartenbesitzern darstellt", heißt es in einem Schreiben der Gemeinde. "Aber der Grundwasserpegel ist derzeit so niedrig, dass es nicht anders geht."

Tatjana Borchert (48) fühlt sich diskriminiert: "Warum betrifft das jetzt nur uns und nicht die Leute mit anderen Gärten?", fragt die Besitzerin eines Schottergartens. "Ich hab große Sorge, dass meine Steine eingehen, wenn ich sie nicht regelmäßig gieße. Einige sind schon total trocken und staubig."

Dem widerspricht die Gemeinde: "Bei widerstandsfähigen Gewächsen wie Steinen, Kieseln und Felsbrocken ist die Chance, dass sie ohne Wasser überleben, laut Experten am höchsten", so ein Sprecher des Rathauses. "Steine sind ja auch oft in Wüsten zu Hause, wo sie ohne Probleme längere Trockenperioden überstehen. Uns tut jeder eingegangene Stein leid, aber angesichts der Dürre gibt es keine Alternativen."

Tatjana Borchert will sich dem Verbot dennoch nicht tatenlos beugen. "Wenn das Bestand hat, werde ich meine Steine für die Dauer des Verbots eben umtopfen und rein in die Wohnung holen. Da sieht dann niemand, wenn ich sie gieße."

pfe, ssi, dan; Foto: picture alliance / Goldmann
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