Newsticker

Welt empört, dass Ben-Gvir ausspricht, was Israels Armee seit drei Jahren macht

Jerusalem (dpo) - Kann der Mann denn nichts für sich behalten? Weltweit wächst die Kritik am israelischen Sicherheitsminister Itamar Ben-Gvir. Ihm wird vorgeworfen, Dinge auszusprechen, die Israels Armee seit knapp drei Jahren praktiziert.

"Was für ein Monster!", empört sich Sicherheitsexperte und Staatsräsonsforscher Günter Gutknecht. "Wie kann er nur die tägliche Tötung von 30 bis 40 Palästinensern fordern?! Es tun: Kein Problem. Aber darüber sprechen: Das ist überhaupt nicht in Ordnung."

Tatsächlich wurden seit Wiederaufflammen des Nahostkonflikts nach dem Überfall der Hamas auf Israel über 100.000 Palästinenser getötet – im Schnitt rund 100 pro Tag und damit sogar mehr als von Ben-Gvir gefordert.

Es ist nicht das erste Mal, dass der Politiker der rechtsextremen Partei Otzma Yehudit zu viel ausplaudert: So tätigte er in der Vergangenheit bereits Aussagen wie "Wir kommen nach Hause. Gaza gehört uns", "Sie sind nicht einmal Menschen", "Für jede Träne einer israelischen Mutter sollten tausend libanesische Mütter weinen", "Der gesamte Libanon muss brennen" oder "Für jedes Haar auf dem Kopf eines IDF-Soldaten – tausend Hisbollah-Terroristen".

Zahlreiche Politiker - unter anderem aus Deutschland, den USA und Großbritannien - fordern daher jetzt, dass Ben-Gvir schnellstmöglich zum Schweigen gebracht wird, damit Israels Armee wieder in Ruhe arbeiten kann.

ssi, dan; Foto: picture alliance / REUTERS | Oren Ben Hakoon
Artikel mit Freunden teilen:
Neuere Ältere

Leserkommentare

Zufallsbild 2

Aus dem Archiv

Titel
Dieser Text sollte niemals angezeigt werden!