Düsseldorf (dpo) - Die Lage an Deutschlands Flüssen wird angesichts der anhaltenden Dürre immer dramatischer. Das bekam heute auch Emilio Lauer aus Düsseldorf zu spüren: Der 13-Jährige musste 20 Kilometer weit fahren, um einen E-Scooter im Rhein zu versenken.
"Scheiß Klimawandel!", schimpft der Schüler, während er mit dem piepsenden Roller am Ufer entlangfährt und immer wieder frustriert zum Flussbett blickt. "Ich wollte das Teil eigentlich nur da vorne von der Brücke werfen. Aber da war Wüste. Da kann ich den Roller nicht runterhauen. Der soll ja weg sein und nicht einfach auf dem Trockenen rumliegen."
Er fährt weiter und beäugt prüfend den Uferbereich. Doch selbst wenn sich stellenweise Wasser erkennen lässt, handelt es sich meist um kleine Pfützen und Rinnsale, die nicht tief genug sind, um einen ganzen E-Scooter aufzunehmen. "Ich dachte, das wird eine Sache von einer Minute, und jetzt bin ich schon seit einer Dreiviertelstunde unterwegs in dieser elenden Hitze!", klagt Emilio.
Schließlich, nach mehr als 19 Kilometern, stoppt er und deutet auf einen Tümpel in der Mitte des Flussbetts. "Da könnte es klappen. Da schleif ich das Teil jetzt hin." Und tatsächlich: Nach einer halben Stunde kehrt Emilio nass und verdreckt, aber freudestrahlend zurück. "Endlich! Ich musste zwar etwas buddeln, damit er auch wirklich unter der Wasseroberfläche liegt. Aber jetzt ist er versenkt! Haha!"
Emilio Lauer ist nur eines von vielen Beispielen dafür, wie der menschengemachte Klimawandel jüngere Generationen vor schier unlösbare Aufgaben stellt.
adg, dan; Foto: mit KI
