Köln (dpo) - Wenn es einmal schlecht läuft, dann richtig: Sascha Dorsel aus Köln ist heute von der Drogenmafia wegen Problemen beim Kokainschmuggel mit einem Gewicht an den Beinen in den Rhein geworfen worden. Dabei brach sich der 39-Jährige zu allem Überfluss das Bein.
"Arrrgh! Diese scheiß Dürre!", schimpft der frisch gekündigte Drogenkurier mit schmerzverzerrtem Gesicht, nachdem er mühsam mit Zunge und Zähnen das Klebeband von seinem Mund gelöst hat. "Wieso konnten die mich nicht im Frühjahr erwischen, wo der Rhein noch ordentlich Wasser hatte? Dann wäre ich wenigstens weich gelandet."
Ihm sei es gleich komisch vorgekommen, als ihn die Gangster nicht mit einem Motorboot, sondern mit einem Mercedes Sprinter zu seiner Versenkung im Rhein transportierten. "Ich verstehe ja, dass die mich loswerden wollen. Aber dann hätte es doch auch ein Kopfschuss und anschließend ein Fass mit Säure getan. Das hier ist doch einfach nur unwürdig. Argh, diese Schmerzen!"
Derzeit hofft Dorsel, dass irgendjemand am Ufer auf ihn aufmerksam wird und er bald in ein Krankenhaus kommt. Andernfalls wird er spätestens beim voraussichtlichen Anstieg des Rheinpegels ab Mitte September ertrinken, wie von der Mafia vorgesehen.
pfe, dan; Foto: mit KI
