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Niedrigwasser immer schlimmer: Fische im Rhein beginnen, Beine zu entwickeln

Köln (dpo) - Die Evolution bleibt nicht stehen – das zeigt sich jetzt auch im Rhein, wo aufgrund dauerhaft niedriger Pegelstände erste Fische offenbar damit beginnen, Beine zu entwickeln und ihre Beutesuche auf die Uferbereiche auszuweiten.

"Aufgrund des Niedrigwassers schrumpft der Lebensraum der Fische derzeit dramatisch", erklärt Evolutionsbiologin Corinna Sievers. "Dadurch steigt der evolutionäre Druck enorm. Es ist also völlig logisch, dass sie sich weiterentwickeln, um sich den neuen Umständen anzupassen."

Die bebeinten Fische, die offenbar auch Ansätze einer Lunge ausgebildet haben, sorgen bei vielen Spaziergängern am Rheinufer für Erstaunen. Immer wieder werden sie von Hunden oder neugierigen Kindern gejagt.

Bis zu fünf Minuten lang halten es die Tiere an Land aus, wo sie sich hauptsächlich von Fliegen und Insekten ernähren oder sich von Rentnern mit Fischfutter füttern lassen.

Inzwischen machen aber auch immer mehr Angler Jagd auf die Vierbeiner, indem sie große, mit einem Regenwurm bestückte Mausefallen aufstellen. Denn: Fischbeine gelten schon jetzt als Delikatesse und stehen bei einigen Restaurants am Rheinufer neu auf der Speisekarte.

Foto [M]: Shutterstock / KI
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