Moskau (dpo) - Hat Sachsen-Anhalt bald eine neue Landesregierung? Um mögliche Gemeinsamkeiten auszuloten, haben sich heute Vertreter der AfD und des BSW in Moskau zu ersten Sondierungsgesprächen getroffen.
"In Sachsen-Anhalt steht uns eine schwierige Regierungsbildung bevor", erklärte AfD-Spitzenkandidat Ulrich Siegmund heute im Kreml, wo die Gespräche stattfinden. "Eine Möglichkeit mit mir als Ministerpräsident könnte eine Koalition mit dem BSW oder eine AfD-Minderheitsregierung unter Tolerierung durch das BSW sein."
Ob dies tatsächlich eine Option sei, wollen die beiden Parteien in den kommenden Tagen in Moskau klären.
BSW-Chefin Claudia Wittig kündigte an, hart zu verhandeln. "Wir werden da bis an die Grenzen dessen gehen, was unsere russischen Führungsoffiziere zulassen", so die 43-Jährige.
Die Sondierungsgespräche sollen noch bis mindestens Mittwoch andauern und mit einer von RT übertragenen Pressekonferenz enden.
Unabhängig vom Ergebnis wollen die Vertreter von AfD und BSW anschließend wieder zurück nach Magdeburg fliegen.
ls, ssi; Foto [M]: picture alliance/dpa | Hendrik SchmidtMehr zur Landtagswahl in Sachsen-Anhalt:
