Magdeburg (dpo) - So schafft man Vertrauen: Vor der möglichen Wahl von Ulrich Siegmund zum Ministerpräsidenten von Sachsen-Anhalt hat die CDU erneut ihre moralischen Prinzipien bekräftigt. "Unsere klare Haltung gegen einen rechtsextremen Kandidaten zeigen wir eindeutig, indem wir der Abstimmung sicherheitshalber fernbleiben", erklärte Sven Schulze, Vorsitzender der sachsen-anhaltischen CDU-Landtagsfraktion.
"Niemals würde uns Christdemokraten auch nur im Traum einfallen, für so jemanden zu stimmen", so Schulze. "Deshalb werden wir vorsichtshalber der Abstimmung geschlossen fernbleiben. Zusätzlich wird jeder unserer Abgeordneten von zwei starken Männern festgehalten, um zu verhindern, dass er oder sie versehentlich losstürmt und doch noch eine Stimme für den AfD-Kandidaten in die Wahlurne wirft."
Diese klare Haltung vermisse er bei Grünen, SPD und Linken. "Man hat fast das Gefühl, die sind sich sicher, dass sie nicht versehentlich einen Rechtsextremen wählen. Das halte ich für sehr naiv", so der CDU-Politiker. "Das geht ganz schnell. Ich weiß das von meinen Leuten."
Mit der Aktion beweist die CDU einmal mehr, dass sie eine klar antifaschistische Partei mit starken demokratischen Prinzipien ist, solange ihre Abgeordneten nicht heimlich abstimmen können.
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