Berlin (dpo) - Immer wieder kommt es in Deutschland zu schweren E-Scooter-Unfällen. Jetzt greift die Regierung durch und verschärft die Auflagen deutlich: Laut Verkehrsministerium müssen E-Scooter bis spätestens 1. Januar mit einem Sicherheitsgurt nachgerüstet werden. Dieser muss dann bei jeder Fahrt angelegt werden.
"Der Anschnallgurt verhindert, dass der Fahrer und etwaige Mitfahrende bei einem Unfall aus dem Fahrzeug geschleudert wird", erklärte heute ein Sprecher des Ministeriums und betonte, dass sich die Gurtpflicht im Pkw-Verkehr bereits lange bewährt habe.
Sämtliche E-Roller, die ab nächstem Jahr hergestellt werden, müssen bereits ab Werk mit Sicherheitsgurten ausgestattet sein. Ältere Fahrzeuge müssen bis spätestens März mit Gurten nachgerüstet werden.
Fahren mehrere Personen auf einem E-Scooter, so müssen alle angeschnallt sein. Kinder bis 12 Jahre brauchen einen Kinderstand, auf dem sie stehen müssen, damit ihnen der Gurt nicht die Luft abschnürt.
Wer den Gurt nicht vorschriftsgemäß angelegt hat und dabei erwischt wird, muss ein Bußgeld von 30 Euro bezahlen.
Das Verkehrsministerium will die Sicherheit auch künftig noch weiter erhöhen. Derzeit lässt es überprüfen, ob E-Roller auch mit einem Airbag ausgestattet werden können.
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