Berlin, Köln (dpo) - Etwa 16.000 marode Brücken gibt es in Deutschland. Mehrere tausend davon führen über Gewässer. Einer Untersuchung des Verkehrsministeriums zufolge lohnt sich allerdings die Reparatur vieler von ihnen nicht. Denn dank nahezu ständigem Niedrigwasser könnten Autos schon bald einfach direkt durch Flüsse wie Rhein oder Donau fahren.
"Dank dem Klimawandel und den daraus resultierenden Dürren können wir Milliarden einsparen", freut sich Verkehrsminister Steffen Bilger (CDU). "Anstatt Flüsse mühsam per Brücke zu überqueren, können Autofahrer schon bald einfach direkt durch die ausgetrockneten Flussbetten oder eine ausgeschilderte Furt fahren."
Die maroden Brücken können dann einfach abgerissen oder - noch günstiger - wie bisher dem Verfall preisgegeben werden.
Die Milliardenersparnis im Verkehrsministerium sorgt inzwischen auch für Begehrlichkeiten in anderen Ressorts. So hofft etwa das Bildungsministerium darauf, dass sich das Problem mit maroden Schulgebäuden ebenfalls bald mit etwas Glück von alleine regelt. Wie ist allerdings noch unklar.
pfe, ssi