Berlin (dpo) - Zu einem unangenehmen Zwischenfall kam es heute beim Auftritt eines Pantomimen vor dem Schloss Charlottenburg in Berlin. Während seiner Show geriet dieser in eine unsichtbare Box, aus der er sich offenbar nicht mehr befreien konnte. Schließlich musste die Feuerwehr anrücken, um ihn herauszuschneiden.
"Anfangs dachten wir noch, dass das alles zur Show gehört", erklärte eine Zuschauerin. "Aber dann tastete er immer hektischer um sich und suchte nach einem Ausgang und wurde dabei immer verzweifelter."
Nachdem er auch nach etwa 15 Minuten keinen Ausweg aus der unsichtbaren Box gefunden hatte, begann der Pantomime unter lautem Gelächter der Zuschauer, um Hilfe zu rufen. Allerdings kam kein Ton über seine Lippen.
"Eigentlich hätte man da schon erkennen können, dass der Mann in ernsthaften Schwierigkeiten steckt, weil er ganz bleich war", meinte ein anderer Zuschauer im Nachhinein. "Aber das ist ja völlig normal bei Pantomimen."
Als sich der Straßenkünstler auch nach 60 Minuten nicht befreien konnte, wurden einige Augenzeugen dann doch skeptisch und setzten einen Notruf ab.
Schließlich rückte die Feuerwehr an und musste den Pantomimen mit schwerem Gerät, das sonst vor allem bei verunfallten Fahrzeugen zum Einsatz kommt, aus der unsichtbaren Box herausschneiden.
"Das war ganz schön hart", erzählte hinterher eine Sprecherin der Berliner Feuerwehr. "Wir wissen nicht genau, was das für ein Material ist, aber unsere Leute haben mehrere Versuche gebraucht, bis es Ihnen gelungen ist, den Mann zu befreien."
Was genau bei der Vorstellung schiefgegangen ist und wie der Straßenkünstler überhaupt in die missliche Lage geraten konnte, konnte noch nicht geklärt werden, da der Pantomime dazu bislang eisern schweigt.
jmi, ssi; Foto [M]: Shutterstock