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Donnerstag, 15. Februar 2018

US-Waffenlobby fordert Verbot von Schulen

Parkland, Fairfax (dpo) - Nach dem jüngsten Amoklauf an einer Schule im US-Bundesstaat Florida mit 17 Toten könnten schon bald erste politische Konsequenzen folgen. Um derartige Unglücke künftig zu verhindern, hat die US-Waffenlobby NRA (National Rifle Association) ein landesweites Verbot von Schulen gefordert.

"Nach einer Tragödie wie in Parkland gibt es immer hysterische Stimmen, die Waffen regulieren oder gar verbieten wollen", erklärt NRA-Chef Wayne LaPierre. "Doch unseren Erhebungen zufolge sind nicht Waffen die Hauptursache von Schulmassakern, sondern Schulen."
So habe es allein im Jahr 2018 bereits 18 Schießereien an US-Schulen gegeben, während in der gesamten Geschichte der Vereinigten Staaten noch nie ein Schulmassaker außerhalb einer Schule angerichtet worden ist.
"Wenn wir unsere Kinder schützen wollen, dann müssen wir diese schrecklichen Orte schließen und uns bis an die Zähne bewaffnet zu Hause mit ihnen verbarrikadieren", so LaPierre. "Sie werden sehen: Sobald es keine Schulen mehr in den USA gibt, wird die Zahl der Amokläufe und Massenmorde an Schulen sehr schnell auf null fallen."
Der Plan der NRA dürfte in Washington zahlreiche Unterstützer finden – schließlich sind Schulen mit Bildungsthemen wie Evolution, globaler Erwärmung, Geografie, menschlicher Reproduktion und anderer sozialistischer Propaganda vielen Republikanern schon lange ein Dorn im Auge.
ssi, dan; Foto: Shutterstock
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