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Dienstag, 24. Juli 2018

Seltene Krankheit? Mediziner rätseln, warum Uli Hoeneß sein Maul nicht halten kann

München (dpo) - Große Sorgen um Uli Hoeneß: Nach den neuesten Kommentaren des Bayern-München-Präsidenten zum Fall Özil rätseln Mediziner, warum der 66-Jährige offenbar nicht in der Lage ist, sein Maul zu halten, wenn er zu einer Sache nichts zu sagen hat. Offenbar leidet er unter einer bislang gänzlich unerforschten Krankheit.

"Normalerweise kann jeder gesunde Mensch kontrollieren, was er sagt, und dementsprechend auch einfach mal die Klappe halten, wenn er zu einer Debatte nichts Sachliches beizutragen hat", erklärt der Neurologe Samuel Bessinger. "Bei Hoeneß jedoch scheint das Gehirn jegliche Kontrolle über das von ihm Gesagte verloren zu haben. So passiert es, dass er sich mit ganz offensichtlich blödsinnigen Aussagen zu Themen äußert, zu denen er absolut nichts Erhellendes beisteuern kann."
Zuvor hatte sich Hoeneß, der selbst nie Trainer war, ungefragt in die Debatte um Mesut Özil, der nie in München spielte, eingemischt, indem er sich entgegen der einhelligen Meinung von internationalen Spitzentrainern wie José Mourinho oder Arsène Wenger despektierlich über Özils spielerische Qualitäten äußerte.
Uli Hoeneß, als er bei der EM 1976 den spielentscheidenden Elfmeter in den Nachthimmel Belgrads schoss.
Dabei waren viele Mediziner optimistisch, dass die Zeit im Gefängnis Uli Hoeneß kurieren könnte. "Als er wegen Steuerhinterziehung verurteilt wurde, da sind ihm ja auch seine vielen dummen Sprüche zu dem Thema um die Ohren gehauen worden", so Bessinger. "Schocktherapie nennt sich so etwas. Und tatsächlich: Danach wirkte er kurzzeitig, als hätte er sein Mundwerk im Griff."
Doch die Hoffnungen erwiesen sich als verfrüht – inzwischen ist alles wieder beim Alten. Mancher Arzt vermutet nun, dass es mit Hoeneß' Beruf als Wurstfabrikant zu tun haben könnte, dass er überall seinen Senf dazugeben muss.
In der Medizin bezeichnet man das Phänomen inzwischen als Os Hoenessium oder Hoeneß-Syndrom. Auch einige weitere ehemalige Nationalspieler scheinen davon betroffen.
ssi, dan; Foto oben: picture alliance
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