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Donnerstag, 26. Juli 2018

Schlepper legen Tierbabys in Flüchtlingsboote, um Mitleid bei Europäern zu erzeugen

Tripolis (dpo) - Nimmt die Seenotrettung im Mittelmeer jetzt neue Fahrt auf? Zahlreiche Schlepper aus Nordafrika haben damit begonnen, Tierbabys in ihre Boote zu legen, um bei Europäern Mitleid zu erzeugen. Künftig sollen in jedem Flüchtlingsboot mindestens ein süßes Katzenbaby und ein flauschiger Hundewelpe an Bord sein.

"Den Tod von Männern, Frauen und Kindern nehmen viele Europäer schulterzuckend hin", so ein anonymer libyscher Schlepper. "Aber unschuldige Tierbabys ertrinken zu lassen – da sind sich alle einig, dass man da nicht tatenlos zusehen kann! Jetzt kann uns niemand mehr vorwerfen, uns wäre das Leben unserer Kunden egal."
Auch Häschen sollen vermehrt zum Einsatz kommen.
Die Tiere stammen aus eigens dafür eingerichteten Zuchtstationen an der nordafrikanischen Küste. Dort werden bevorzugt flauschige Rassen mit großen Augen gezüchtet.
In sozialen Netzwerken führte die Ankündigung zu hitzigen Debatten. Insbesondere in rechten Foren, forderten erstaunlich viele Nutzer, die Seenotrettung umgehend zu intensivieren.
"Diese armen unschuldigen Tiere!!! Wir dürfen Sie nicht ertrinken lassen!!", fordert etwa Nutzer StolzerTeutone34. Ähnlich sieht es Klara W.: "Wer einem Hundewelpen in die Augen blikt kann gar nicht anders als retten. Alles andere wäre unmenshclich."
Die Menschen auf diesem Flüchtlingsboot haben Tierbabys geladen und werden deshalb gerettet.
Inzwischen haben sämtliche Parteien angekündigt, die Seenotrettung dramatisch aufzustocken. "Jedes süße Kätzchen und jeder drollige Welpe, die im Mittelmeer ertrinken, ist eine Schande für Europa!", so ein Sprecher des EU-Parlaments. Italien und Malta haben sofort alle Häfen geöffnet und eine Rettungsflotte losgeschickt.
Zudem meldeten sich allein in Deutschland über 50.000 Menschen als freiwillige Seenotretter. Nicht wenige kündigten allerdings auch an, man wolle nur die Tiere aus den Flüchtlingsbooten holen und dann schnell wieder wegfahren.
mka, dan, ssi; Foto [M]: Shutterstock
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