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Donnerstag, 30. April 2020

Neuer Trend: Immer mehr Großstädter tragen "Extreme-Outdoor-Survival"-Masken

Berlin (dpo) - Ob The North Face, Patagonia oder Fjällräven – für Extrembedingungen geeignete Outdoorjacken sind ein gewohntes Bild in Innenstädten und Szenebezirken von Hamburg, Berlin oder München. Für die hippen Großstadt-Abenteurer bringen die Hersteller nun auch die dazu passenden Mundschutzmasken auf den Markt. Nach Auskunft von Händlern waren erste Modelle in den einschlägigen Online-Shops bereits in kürzester Zeit ausverkauft.

Nachfragen bei Besitzern des neuen It-Accessoires bestätigen den Frühjahrs-Trend: "Ich gehe jeden morgen in einer 800-Euro-Survival-Jacke mit 37 Funktionen zum Bäcker", sagt etwa Webdesigner Malte Bareis (22) aus Berlin-Prenzlauer Berg. "Dazu kann ich doch keine No-Name-Allerwelts-Mundmaske tragen und damit im Ernstfall schutzlos dastehen."
Da sei ihm das neue Modell eines bekannten Outdoor-Herstellers genau recht gekommen: Die "Face Protection Mask Urban Adventurer 3.0 Pro" für 380 Euro besteht aus dreilagigem, handgeketteltem Spacetex-Windstopper-Laminat, hat ein herausnehmbares 3D-Ultrafleece-Innenfutter und hält Temperaturen bis 50 Grad unter Null stand.
Feuer-, reiß- und schnittfeste Befestigungsbänder aus weltraumerprobtem Carbon-Silizium-Latex-Gewebe halten die Maske auch "bei Beschleunigungen bis Mach 3" fest am Gesicht. "Besonders praktisch" findet Bareis die zwei "Smart-Storage-Innentaschen" in Höhe der Mundwinkel, die sich mit leichtem Zungendruck öffnen lassen: "Da kann man mal ein Kaugummi zwischenlagern, zum Beispiel bei einem anstregenden Aufstieg zum Smoothie-Shop im Hochparterre."
Zudem lasse sich an einem patentierten "Quick-Clip"-Verschluss im unteren Teil der Maske ein kleines, optional erhältliches Sauerstoff-Fläschchen anbringen: "Falls es auf den letzten Metern zum Veggie-Imbiss mal knapp wird mit der Puste", freut sich Bareis. Zwar gehe das "bis zu einer 100.000 ml-Wassersäule absolut wasserdichte" Material der Maske etwas zu Lasten der Atmungsaktivität – die sich aber mit einem "laserverzinkten Reißverschluss über dem Mundbereich zentimetergenau manuell justieren lässt", wie es im Werbetext des Herstellers heißt.
Einige Marken denken daher noch weiter: Nach eigenen Angaben wollen unter anderem The North Face und Jack Wolfskin demnächst direkt mobile Sauerstoffgeräte auf den Markt bringen, wie sie auch bei Mount-Everest-Expeditionen genutzt werden.
bep; Foto: Shutterstock
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