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Freitag, 22. Oktober 2021

Um auch weiterhin in seiner Nähe sein zu können: Hater von Drachenlord lassen sich reihenweise verhaften

Nürnberg (dpo) - Nach der Verurteilung des Youtubers "Drachenlord" zu einer zweijährigen Haftstrafe währte der Jubel der zahlreichen Hater des 32-Jährigen nur kurz: Angesichts der Erkenntnis, dass ihr Lieblings-Hassobjekt nun für 24 Monate hinter Gittern verschwindet, begehen immer mehr Hater spontan Straftaten, um ebenfalls Haftstrafen zu erhalten und ihrem "Drachenlord" nah zu sein.

"Seit der Verurteilung von Rainer W. kommt es im Großraum Nürnberg immer wieder zu Straftaten, die offenbar mit dem Ziel begangen werden, ins selbe Gefängnis zu kommen", so eine Sprecherin der Polizeidirektion Mittelfranken. "Die Leute - hauptsächlich junge Männer - kommen dabei aus dem gesamten Bundesgebiet. So etwas haben wir hier noch nie erlebt."

Einer der Hater ist Simon F. (22) aus Bonn. Weil er gemerkt hat, dass sein Leben einsam und leer sein wird, wenn der Drachenlord nicht mehr auf YouTube oder vor seinem Privathaus beleidigt werden kann, hat er auf offener Straße vor den Augen einer Polizeistreife einen anderen Drachenlord-Hater zusammengeschlagen.

Sein Kalkül: Er hofft darauf, Rainer W. bald wieder nahe zu kommen: "Ich hasse den Drachenlord so sehr. Um den weiterzumobben, geh ich auch in den Knast", erzählt Simon F. "Ich hoffe, ich komme in eine Zelle in seiner Nähe und kann ihn irgendwie provozieren, damit er ausrastet und mich attackiert und dann noch länger im Gefängnis bleiben muss. Das Drachengame endet nie!"

So einfach wie bei dieser "Hater-Demo" in seinem Heimatort im Jahr 2018 ist der Drachenlord künftig nicht mehr zu stalken. 

Ihre Tätigkeit sehen die Hater auch als gesellschaftlichen Auftrag: "Das ist ganz und gar nicht irrational. Der hat in der Vergangenheit schon schlimme Sachen gemacht und gesagt. Darum ist es die Aufgabe junger Männer wie mir, ihn zu stalken, und unsere Freizeit zu nutzen, ihn fertig zu machen. Ich bin nicht verrückt und armselig. Der Drachenlord ist verrückt und armselig. Hahaha!"

pfg, ssi, dan; Foto oben: Shutterstock, Foto unten: picture alliance/dpa | David Oßwald
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