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Sicherheitsvorkehrung: Museumsbesucher müssen ab sofort beim Einlass angeben, was sie mit der Tomatensuppe oder dem Kartoffelbrei vorhaben

Potsdam, London (dpo) - Nach einer Serie von Attacken auf berühmte Kunstwerke durch Umweltaktivisten gibt es jetzt erste Konsequenzen. Mehrere Museen haben angekündigt, dass Besucher künftig angeben müssen, was sie mit mitgebrachten Lebensmitteln wie Tomatensuppe oder Kartoffelbrei konkret vorhaben.

"Entschuldigung, Sie haben da eine 800-Gramm-Dose 'Ravioli in Tomatensauce mit fleischhaltiger Füllung' von Maggi", spricht Ordnerin Anna-Maria Sensheim einen jungen Besucher des Museum Barberini in Potsdam an. "Dürfte ich fragen, was genau Sie damit vorhaben? Tut mir leid, das ist eine neue Sicherheitsvorkehrung."

Sie reicht dem Besucher mit der Dose ein Formular, in das er eintragen muss, zu welchem Zweck er seine mitgebrachte Nudelspezialität mit in die Ausstellungsräume nehmen will.

"Die meisten sagen natürlich: 'Ich will die kalte Suppe nachdenklich verspeisen, während ich die Gemälde ansehe' oder 'Ich möchte der Dose Kunst zeigen'", erklärt sie. "Die dürfen dann weiter. Aber sobald jemand angibt, dass er den Inhalt der Dose öffentlichkeitswirksam auf ein teueres Gemälde schleudern und sich anschließend darunter festkleben will, werden wir sehr skeptisch. Dann weisen wir schon auch mal Leute ab."

Auch wird derzeit die gängige Praxis überprüft, Museumsbesuchern neben Kopfhörern für den Audiokommentar eine Gratisprobe Sekundenkleber zu überreichen.

tla, ssi, dan; Foto: Shutterstock
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