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Für echte WM-Stimmung: Katar lässt bezahlte Hooligans Innenstädte verwüsten

Katar (dpo) - WM-Gastgeber Katar lässt nichts unversucht, um kurz vor dem Start des Fußballturniers echte Stimmung aufkommen zu lassen. Nachdem zuletzt bezahlte Fans beim Jubeln gesichtet wurden, ließen die Organisatoren nun bezahlte Hooligans mehrere Innenstädte verwüsten, um Fans in aller Welt zu begeistern.

"Wow! Was für eine Bombenstimmung hier! Die WM hat noch gar nicht angefangen und hier brennt schon die Luft!", freut sich ein Sprecher des WM-Organisationskomitees. "Solche Schattenseiten gehören eben auch zum echten Fußball, dessen ganze Seele Sie hier in Katar sehen können."

Wie viel Geld jeder der "Hooligans", bei denen es sich weitgehend um Gastarbeiter handeln dürfte, für den Einsatz bekam, ist nicht bekannt. Aus Bildern und Videos ist jedoch ersichtlich, dass einige der vermeintlichen Krawallfans eher halbherzig für ihr jeweiliges Land randalieren. Andere wiederum zeigten mehr Begeisterung und warfen Steine, Stühle oder Brandsätze.

Ein entsprechendes Video wurde dem Postillon zugespielt:

Die dabei entstandenen Videos sollen zwischen den einzelnen WM-Spielen eingeblendet werden und zeigen, dass Fußball- und Fankultur tief in der katarischen Gesellschaft verwurzelt sind.

Insgesamt kam es bei den bezahlten Ausschreitungen, die nach einigen Stunden unter dem Einsatz von bezahlten Polizisten mit Wasserwerfern niedergeschlagen werden konnten, zu Sachschäden im niedrigen zweistelligen Millionenbereich. Die katarische Regierung kündigte bereits an, den Betrag vom vereinbarten Honorar der Hooligans abzuziehen.

ssi, dan; Foto oben: picture alliance / AP Photo | Darko Bandic
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