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Arbeit zu riskant: Putins Doppelgänger schickt Doppelgänger vor

Moskau (dpo) - Sicher ist sicher: Weil sein Job immer gefährlicher wird, nimmt Putins Doppelgänger Aleksandr Orlow seit neuestem die Dienste eines Doppelgängers in Anspruch, der an seiner Stelle den russischen Präsidenten verkörpern soll.

"Früher habe ich diese Arbeit wirklich gerne gemacht", berichtet Orlow, der Putin wie aus dem Gesicht geschnitten sieht. "Da hätte auch niemand die Eier gehabt, wirklich einen Anschlag oder sowas auf mich beziehungsweise Putin zu verüben."

Doch seit sich der russische Präsident in den letzten Monaten immer mehr Feinde gemacht hat, wächst die Nervosität des 63-Jährigen. "Jederzeit könnte mir irgendein irrer Oligarch mit seinen Schergen an den Kragen wollen. Deshalb habe ich Dimi engagiert, der mich inzwischen bei immer mehr Terminen vertritt."

Dimi – das ist Dimitri Kuznetsow, ein Elektriker im Ruhestand aus St. Petersburg, der Orlow wie aus dem Gesicht geschnitten sieht. "Er macht jetzt alle Auftritte, die mir zu heikel sind, etwa im Freien oder wenn besonders viele Soldaten und Gewehre um Putin herum sein sollen", erklärt Orlow. "Falls ihm etwas passieren sollte, stehe ich als Backup bereit."

Der russische Präsident selbst soll laut Aleksandr Orlow von alledem nichts mitbekommen. "Mir wäre es lieber, wenn der Chef nichts davon weiß", erklärt er. "Vor ein paar Wochen wurde er tatsächlich schonmal stutzig, als im Internet plötzlich alle sagten, dass die Ohren von seinem Double völlig anders aussehen als die des echten Putin. Das war, weil der Dimi da seine dritte Ohren-OP noch nicht hatte. Aber inzwischen sieht man keinen Unterschied mehr – vor allem, wenn Dimi daran denkt, den Unterkiefer immer schön nach vorne zu strecken."

Ob sich Doppelgänger-Doppelgänger Dimitri Kuznetsow ebenfalls Sorgen um seine Sicherheit macht? "Schon ein bisschen", gesteht er gegenüber dem Postillon. "Aber ich habe meiner Frau versprochen: Ich mache den Job nur, bis ich genug verdient habe, um mir einen guten Doppelgänger leisten zu können."

ssi, dan; Foto: Imago
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