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Nach ständigen Anzug-Tricksereien: Skispringer müssen künftig nackt antreten

Oberhofen (dpo) - Ein Jahr nach dem "Trondheim-Skandal", bei dem das norwegische Team bei der Manipulation ihrer Anzüge entdeckt worden war , häufen sich unter den Skispringern schon wieder Disqualifikationen und Betrugsvorwürfe wegen regelwidriger Sprungbekleidung. Nun greift der Internationale Skiverband FIS durch: Um derartige Schummeleien künftig ganz auszuschließen, müssen alle Athleten ab sofort nackt zum Skisprung antreten.

"Der Kardinalfehler bestand bereits darin, dass wir überhaupt je erlaubt haben, dass bekleidet gesprungen wird", erklärte ein Sprecher der FIS. "Damit wurden Betrügereien und Tricksereien Tür und Tor geöffnet. Das wird jetzt behoben, damit da ein für allemal Schluss ist."

Beim Skispringen erlaubt sind künftig nur noch Helm, Brille und Skistiefel. Ansonsten müssen die Athleten komplett nackt springen. "Wir stellen quasi 100-prozentige Transparenz her. Niemand hat mehr etwas zu verbergen, weil niemand mehr etwas verbergen kann."

Als praktischen Nebeneffekt erhofft sich der Verband auch einen Popularitätsanstieg durch höhere Einschaltquoten.

Ob es durch die Maßnahme wirklich gelingt, faire Bedingungen zu schaffen und Manipulation einen Riegel vorzuschieben, ist jedoch ungewiss. Insidern zufolge haben sofort nach Bekanntwerden der neuen Regelung mehrere Skispringer damit begonnen, extrem große Mengen zu essen. Ihr Ziel ist es offenbar, schnellstmöglich großes Übergewicht zu erreichen, nur um dann sofort wieder abzunehmen. Das Kalkül: Die so entstehenden Hautlappen sollen in der Flugphase für stärkeren Auftrieb sorgen.

cla, dan, ssi; Foto: Shutterstock; Erstveröffentlichung 10.3.25

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