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Dutzende mit Sonnenstrahlen und Wind beladene Schiffe stecken in Straße von Hormus fest

Hormus (dpo) - Die Straße von Hormus ist eines der zentralen Nadelöhre des globalen Energiehandels. Aufgrund des Irankriegs stecken seit Wochen dutzende Schiffe fest, die tonnenweise Sonnenstrahlen und Wind geladen haben. Sollten sie nicht bald loskommen, könnte es in Deutschland schon bald Blackouts geben.

"Deutschlands Energieversorger warten schon viel zu lange auf diese dringenden Lieferungen aus dem Nahen Osten", erklärt Energieexperte Holger Kurz. "Wir reden hier von mehreren 100.000 Tonnen Wind und Sonnenstrahlen. Das ist natürlich die Achillesferse der deutschen Wirtschaft, dass wir hier in den letzten Jahren mit Photovoltaik und Solar auf zwei Energieträger gesetzt haben, bei denen wir auf Lieferungen aus dem Ausland angewiesen sind."

Sollten Wind und Sonne aus den Windminen Saudi-Arabiens und den Sonnenquellen der Vereinigten Arabischen Emirate wirklich bald zur Neige gehen, hätte dies nicht nur schlimme Auswirkungen auf die deutsche Wirtschaft, auch die Mobilität würde leiden: "E-Autos könnten nicht mehr geladen werden, Züge stünden still", so Kurz. "Und natürlich hätten wir überall Blackouts."

Entsprechend versucht die Bundesregierung derzeit händeringend, Sonnenstrahlen und Wind aus anderen Weltregionen zu beschaffen. Unter anderem wird über LNS- und LNW-Terminals nachgedacht, wo verflüssigte Sonne und Wind aus den USA angeliefert werden könnte.

ssi; Foto: picture alliance / dpa | Ali Haider
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