Poel (dpo) - Das musste einfach irgendwann passieren: Ein mit 87 Walexperten gefülltes Boot ist neben Buckelwal Timmy auf eine Sandbank aufgelaufen. Kurz darauf ist eine große Diskussion entbrannt, wie die Walexperten gerettet werden können und ob man ihnen überhaupt helfen soll.
Offenbar waren die Walexperten bei der Navigation durch die vielen Selfiesticks an Bord kurzzeitig verwirrt, bevor sich ihr Boot an einer Untiefe festfuhr.
"Da geht nix vor und nix zurück", erklärte ein Sprecher der Küstenwache. "Die sitzen fest und wenn da nicht schnell was passiert, dann kann das gefährlich werden."
Die Nachricht der gestrandeten Walexperten verbreitet sich schnell. Inzwischen sind mehrere Walexpertenexperten in Poel angekommen, die ihre Fachkenntnisse anbieten und versuchen, Kontakt mit den festsitzenden Walexperten aufzunehmen, um herauszufinden, was sie brauchen.
"Für den Laien sieht es so aus, als würden sie wild winken und rufen, dass sie schnellstmöglich an Land gebracht werden möchten", erklärt Walexpertenexpertin Jeanette Lanka. "Aber ich gehe davon aus, dass sie hierhergekommen sind, um zu sterben."
Erschwert wird die Lage zudem dadurch, dass nach wie vor unklar ist, wie die Walexperten überhaupt artgerecht gerettet werden können. "Wir haben Sorge, dass ein überhasteter Evakuierungsversuch dazu führen könnte, dass empfindliche Selfiesticks zu Bruch gehen oder Smartphones ins Wasser fallen. Das wäre das Todesurteil für die empfindlichen Wesen."
Zur Stunde tagt ein Krisenstab. Unter anderem wird diskutiert, ein randvolles Boot voller Walexpertenexperten zum Walexpertenboot zu schicken. Sie sollen überprüfen, ob es den Walexperten gut geht.
dan, ssi; Foto [M]: picture alliance / SNS | Steven Mohr
