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Niedrigwasser: Hunderte tote Nixen an Rheinufer angespült

Andernach (dpo) - Das Niedrigwasser im Rhein nimmt immer dramatischere Ausmaße an: In der Nähe von Andernach in Rheinland-Pfalz fanden Spaziergänger nun fast zwei Dutzend Nixen, die am Ufer gestrandet und vertrocknet waren. Ähnliche Meldungen gibt es auch andernorts am Mittel- und Niederrhein.

"Es ist wirklich furchtbar, diese majestätischen Kreaturen in so einem Zustand zu sehen", erklärt Augenzeugin Renate Lieken. "Wir haben sie noch mit Wasser aus unseren Trinkflaschen benetzt, aber jede Hilfe kam zu spät. Das ist das erste Mal in meinem Leben, dass ich welche gesehen habe, und dann so. Schlimm. Einfach schlimm."

Während Rheinnixen (lat. Undina rhenana) seit jeher zur Fauna des Flusses gehören, bekommt man sie in der Regel nur äußerst selten zu Gesicht, da sie sich meist in Tiefen von mehr als vier Metern aufhalten. Die wohl bekannteste Nixe wurde unter dem Namen "Loreley" bekannt und lockte angeblich einst vorbeifahrende Schiffsleute mit ihrem Gesang ins Verderben.

Seit 1982 stehen sie als bedrohte Art unter Naturschutz.

Die Behörden bitten, Funde gestrandeter Nixen unverzüglich zu melden, sodass gegebenenfalls noch Rettungsmaßnahmen eingeleitet werden können. Zudem solle man sich den Nixen nicht nähern, da ein Schlag ihrer Schwanzflosse auch im geschwächten Zustand noch in der Lage ist, Knochenbrüche zu verursachen. Zudem kann selbst eine dem Tode nahe Nixe mit ihrem Gesang schwere Psychosen auslösen.

anh, dan, ssi; Foto: mit KI
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