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Wacken-Besucher verklagt Veranstalter, weil Festival nicht in Schlamm-Chaos endete

Wacken, Itzehoe (dpo) - Ein enttäuschter Besucher des Wacken-Open-Air-Festivals hat den Veranstalter beim Amtsgericht Itzehoe auf Rückzahlung des Eintrittspreises verklagt, weil die Großveranstaltung nicht in einem Schlammchaos mit Gewitter, Sturm und Regen endete. Das größte Metalfestival der Welt war am Sonntag ohne besondere Zwischenfälle bei trockenem Sommerwetter und lauem Wind über die Bühne gegangen.

Der enttäuschte Frankfurter Metalfan Andy B. (23) hat daher den Veranstalter WOA Festival GmbH auf Schadenersatz verklagt.

"Mein Mandant macht ein entgangenes Open-Air-Vergnügen in Form von Schlammschlachten, wilden Blitzshows und prickelnden Hagelduschen geltend", zitiert B.'s Rechtsanwalt Bodo Hummelstein aus der Klageschrift an das zuständige Amtsgericht. "Schließlich ist es allgemein üblich und daher für jeden Käufer eines Wacken-Tickets zu erwarten, dass das Festival spätestens am vorletzten Tag in einem katastrophenartigen Unwetterspektakel endet."

Stattdessen sei Andy B. trocken und sauber vom Festival zurückgekehrt. Zahlreiche Freunde und Bekannte glaubten ihm deshalb noch nicht einmal, dass er vor Ort war.

Der Veranstalter in Wacken weist die Forderung zurück und beruft sich hinsichtlich des überraschend guten Wetters auf höhere Gewalt.

Unabhängig von einem Erfolg der Klage wolle man allerdings zukünftig besser auf die Bedürfnisse des Publikums eingehen: "Falls das Wetter im nächsten Jahr wieder nicht mitspielt, werden wir metertiefe Matschbecken zum Herumsuhlen sowie mobile Windmaschinen bereithalten", verspricht die WOA Festival GmbH.

Foto: Shutterstock+KI
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