Berlin (dpo) - Die Kontakte von Politikern der Berliner Linken zum Remmo-Clan drohen den Wahlsieg der Partei zu überschatten. Nun hat der im Zentrum der Kritik stehende Abgeordnete Ferat Koçak öffentlich um Verständnis für seine Verbindungen zur Berliner Unterwelt geworben.
"Enteignen ist ein hartes Handwerk", so Koçak in einem Statement vor der Hauptstadtpresse. "Wir Linke sind entschlossen, aber im Kern eben doch Pazifisten. Da hilft es, wenn man jemanden im Team hat, der sich auskennt mit spontanen und unfreiwilligen Besitzwechseln."
Seine Kontakte zu Mitgliedern der Remmo-Familie seien rein vor diesem Hintergrund erfolgt. "Diese Wohnkonzerne darf man nicht unterschätzen", führte Koçak weiter aus. "Die geben ihre Wohnungen nicht wehrlos ab. Da braucht es manchmal etwas 'Überzeugungsarbeit', wenn Sie wissen, was ich meine."
Es sei zudem wichtig, mit jemandem zusammenzuarbeiten, der Experte auf dem Gebiet ist, sich Zutritt zu Objekten zu verschaffen und diese dann von innen zu öffnen, damit sie in die öffentliche Hand übergehen können.
Angesichts der scharfen Kritik an der Zusammenarbeit mit dem Remmo-Clan, ist Koçak aber bereit, seinen Kontakt bis auf Weiteres ruhen zu lassen. "Ich kann auch mit dem Abu-Chaker-Clan sprechen oder mit dem Al-Zein-Clan, wenn das irgendwie weiterhilft", so der Politiker. "Aber ich denke, das gibt sich am Ende nix."
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