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Montag, 25. März 2019

Bundesregierung will Schockbilder auf Diesel-Autos anbringen

Berlin (dpo) - Auf Dieselautos sollen in Zukunft Warnhinweise und Schockbilder angebracht sein. Ziel sei es, die Bürger für die Gefahren von Stickoxiden und anderen Schadstoffen zu sensibilisieren, so ein Sprecher des Gesundheitsministeriums, das die Regelung gemeinsam mit dem Verkehrsministerium erarbeitete. Neuwagen sollen demnach bereits vor Auslieferung mit Schockbildern beklebt werden, Gebrauchtwagen müssen bis spätestens 2021 nachgerüstet werden. Abgas-Grenzwerte werden somit hinfällig.

"Wer anhand von Schockbildern unmittelbar sieht, welche Schäden diese Abgase anrichten, wird sich zweimal überlegen, ob er mit dem Dieselfahren anfängt", erklärt der Sprecher. Auf den Bildern sollen deshalb unter anderem Menschen mit gereizten Augen, Bronchitis und Asthma, aber auch Tote gezeigt werden, die aufgrund jahrelanger Abgasbelastung starben.
Die Schockbilder und Warnhinweise müssen gut sichtbar an den Seitentüren jedes Dieselfahrzeugs angebracht sein.
Einige der Sprüche, die bereits festgelegt sind:
"Wenn Sie Diesel fahren, schaden Sie Ihren Kindern, Ihrer Familie, Ihren Freunden."
"Diesel schädigt Ihre Lunge."
"Kinder von Dieselfahrern werden oft selbst zu Dieselfahrern."
Darüber hinaus plant die Regierung derzeit ein allgemeines Werbeverbot für sämtliche Dieselprodukte. In der Vergangenheit hatten Experten immer wieder darauf hingewiesen, dass solche Werbung oft bereits Kindern und Jugendlichen suggeriert, Dieselfahren sei cool und dynamisch.
Im Gegenzug für diese Maßnahmen sollen alle Grenzwerte für Feinstaub und schädliche Abgase abgeschafft werden – darauf hatte Verkehrsminister Andreas Scheuer bestanden. "Wir geben die Verantwortung wieder an die Kunden zurück, anstatt sie mit einschränkenden Regelungen zu entmündigen", heißt es dazu in einer Erklärung seines Ministeriums. "Jeder soll selbst entscheiden können, ob er sich und seine Mitmenschen langsam zugrunde richten will, um schneller von A nach B zu kommen."
Als Reaktion auf die Neuerungen arbeiten bereits mehrere Autohersteller an dekorativen Autohüllen, die sich über die Karosserie stülpen lassen und die unappetitlichen Schockbilder verdecken.
ejo, dan, ssi; Foto: Shutterstock
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