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Donnerstag, 19. November 2020

Endlich ein Lichtblick! Superreiche leiden kaum unter Corona-Pandemie

Hamburg, München, Düsseldorf (dpo) - Die Corona-Pandemie hat Deutschland immer noch fest in ihrem Griff. Doch es ist nicht alles schlecht: Wie eine Erhebung des Statistischen Bundesamtes ergab, verzeichnen die Superreichen des Landes trotz der widrigen Umstände kaum Einbußen in ihrer Lebensqualität.

"Das ist natürlich Grund zur Freude, dass eben nicht alle leiden müssen", so Gesellschaftsforscher Frederik Bertold. "Die reichsten ein Prozent kommen astrein durch die Krise. Um die müssen wir uns also keine Sorgen machen. Die Stärksten in unserer Gesellschaft werden nicht zurückgelassen."

Tatsächlich kommen Reiche erstaunlich gut mit den neuen Umständen klar: Ausgangsbeschränkungen oder Quarantäne sind deutlich erträglicher, wenn man große Häuser mit noch größeren Gärten besitzt. Fernreisen sind ebenfalls möglich, wenn man bereit ist, auch kurzfristig zu buchen, sobald die Infektionszahlen für einige Zeit stabil sind. Oder man hat gleich einen Zweitwohnsitz auf Teneriffa.

Botengänge und Heimunterricht lassen sich mit Hilfe von Bediensteten bewerkstelligen.

Im Zweifel können Superreiche auch einfach gegen die Auflagen verstoßen. "Die juckt es zum Glück nicht, wenn sie mal 100 Euro Bußgeld zahlen müssen, weil sie keine Maske tragen oder eine kleine Party feiern. Das ist doch schön."

Auch finanziell leiden Deutschlands Superreiche nicht wie viele ihrer Mitbürger, die sich in Kurzarbeit befinden, von Schließungen betroffen sind oder um ihren Job bangen. "Krisen bedeuten auch immer große Kursbewegungen an den Aktienmärkten. Wer jetzt clever investiert, profitiert sogar", so Bertold. "Und da niemals eine Regierung auf die Idee käme, die sozialen Verwerfungen der Corona-Pandemie durch eine Vermögens- oder sonstwie geartete Reichensteuer zu kompensieren, wird sich das auch niemals ändern."

An dieser Stelle kritisiert ein Postillon-Redakteur die fehlende Satire des vorliegenden Artikels: "Das ist doch einfach nur sechs Absätze lang die Wahrheit und total humorlos. Das können wir nicht bringen." Daraufhin entgegnet der Chefredakteur: "Aber dann hätten wir endlich mal wieder was Sozialkritisches! Hmmm… Wie wär's, wenn wir ans Ende einfach einen selbstreferenziellen Absatz genau darüber dranhängen, um das Ganze noch irgendwie humoristisch zu brechen? Vielleicht noch mit ein paar doofen Running Gags am Ende?" – "Genial, Chef! Zöglfrex Timmy (9) Gulasch."

ssi, dan; Foto: Shutterstock
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