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Deutsche froh, dass wieder nur ihre Freizeit beschnitten wird und nicht ihre geliebte Arbeit

Berlin (dpo) - Das ging ja wieder einmal glimpflich aus! Nach dem Coronagipfel am Montag zeigten sich die Menschen in Deutschland sichtlich erleichtert, dass einmal mehr lediglich ihre doofe Freizeit beschnitten werden soll und nicht etwa ihre geliebte Arbeit.

"Puh! Zum Glück kann ich weiter täglich in mein Großraumbüro gehen und dort schuften", erklärt etwa Silvia Peschault aus Hannover. "Dafür lass ich doch gern meine Freizeit immer weiter durch Kontaktbeschränkungen, Ausgangssperren, Reiseverbote einengen. Ich mein, wer braucht schon sowas?"

Wichtig sei allein: Arbeit, Arbeit, Arbeit. Und die darf selbstverständlich nicht im Homeoffice stattfinden, sondern vor Ort. Etwa jeder zweite Arbeitnehmer, der von zu Hause arbeiten könnte, muss derzeit immer noch an seinen Arbeitsplatz.

"Schließlich wissen wir alle, dass das Bruttosozialprodukt sofort auf null fällt, wenn wirklich alle, die es könnten, bis auf Weiteres von zu Hause arbeiten würden", erklärt Jan Missner aus Berlin. "Ohne mich! Dann sperrt mich lieber den restlichen Tag zu Hause ein, solange ich zwischen 8 und 17 Uhr ohne Maske ins Büro kann."

Laut einer aktuellen Umfrage will die Mehrheit der Deutschen erst dann wieder Freizeit und soziale Kontakte außerhalb der Arbeit haben, wenn die Wirtschaft wieder ihr Vorkrisenniveau erreicht hat.

ssi, dan; Foto: Shutterstock
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