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"Wir wollten den Menschen vor Ort nicht die Überraschung verderben" – Innenminister Seehofer erklärt ausbleibende Warnungen

Berlin (dpo) - Warum wurden so viele nicht gewarnt? Horst Seehofer, als Innenminister für den Katastrophenschutz verantwortlich, erklärte nun, woran es lag. Man habe schlicht den Leuten vor Ort nicht die Überraschung verderben wollen.

"So ein Jahrhunderthochwasser kommt ja - wie der Name schon sagt - äußerst selten vor", so Seehofer. "Wer wären wir, wenn wir den Menschen vor Ort ausgerechnet in so einem Moment spoilern würden, was als Nächstes passiert? Dann ist ja die ganze Spannung futsch, der ganze Thrill weg. Spoiler-Alarm im wahrsten Sinne des Wortes."

Obwohl die Regierung bereits vier Tage vor dem Hochwasser durch das Europäische Hochwasser-Warnsystem (Efas) gewarnt und 24 Stunden vorher präzise bekannt war, welche Distrikte betroffen sein würden, habe man diese Informationen daher nur äußerst sporadisch an die Bürger vor Ort weitergegeben.

Seehofer zeigte sich optimistisch, dass die Behörden von der Bundes- bis zur Landesebene alles richtig gemacht haben. "Ich wette durch die ausbleibenden Warnungen war der Nervenkitzel einfach viel größer und die Bürger werden sich an dieses Ereignis viel länger erinnern."

ssi; Foto: Imago
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