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Weil eine Frau Bundespräsidentin werden soll: AfD nominiert Marla-Svenja Liebich

Berlin (dpo) - Bundeskanzler Friedrich Merz hat erklärt, dass eine Frau Bundespräsidentin werden soll. Um gegen eine Kandidatin der Großen Koalition ebenfalls eine Chance zu haben, will nun auch die AfD eine Frau ins Rennen schicken. Die Wahl der Partei fiel auf die Rechtsextremistin Marla-Svenja Liebich.

"Uns wird immer unterstellt, wir wären eine Männerpartei", erklärte AfD-Chef Tino Chrupalla bei der Vorstellung der Kandidatin. "Mit der Nominierung von Marla-Svenja Liebich beweisen wir, dass wir auch feminin sein können."

Liebich konnte bei der Nominierung durch die AfD nicht anwesend sein, weil sie derzeit im Männergefängnis Zeithain unter anderem wegen Volksverhetzung, Beleidigung und der Verbreitung von verfassungsfeindlicher Propaganda eine anderthalbjährige Gefängnisstrafe absitzt.

Würde Marla-Svenja Liebich gewählt, wäre sie damit nicht nur die erste weibliche Bundespräsidentin, sondern auch die erste, die ihren Amtssitz nicht im Schloss Bellevue, sondern in einer Gefängniszelle hätte.

tc,ssi, Foto: picture alliance/dpa | Sebastian Willnow
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