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Nach Linken-Wahlsieg in Berlin: Immobilienkonzerne verlegen ihre Objekte in andere Städte

Berlin (dpo) - Das haben die Berliner jetzt von ihrer Entscheidung: Bereits wenige Stunden nach dem Sieg der Linken bei den Wahlen in der Hauptstadt haben zahlreiche Immobilienkonzerne und Vermieter damit begonnen, ihre Immobilien abzuziehen. Sie wollen so möglichen Mietpreisdeckeln oder Enteignungen zuvorkommen.

Immer mehr von ihnen verladen derzeit ihre Häuser auf riesige Schwerlasttransporter und suchen ihr Glück in anderen Städten, in denen noch nicht der Kommunismus umgeht. Andere tragen ihre Immobilien Stein für Stein ab und fahren sie mit dem Pkw zu neuen Grundstücken.

Einer dieser "Vermietnomaden" ist Torsten Traugott, der mit einer von ihm gegründeten GmbH mehr als 48 Immobilien in Berlin besitzt. "So etwas müssen wir uns nicht bieten lassen", erklärt Traugott gegenüber dem Postillon, während er gerade ein vierstöckiges Mehrfamilienhaus von der Sachsenwaldstraße in Richtung Potsdam transportieren lässt.

"Ich saß gerade am Rechner und wollte die übliche zweimonatige Mieterhöhung von drei Prozent fertig machen, da habe ich die Neuigkeit vom Sieg der Linken gelesen." Am liebsten hätte er sofort mit dem Immobilienumzug begonnen, jedoch musste er zuerst die Mieter laut Mietvertrag fristgerecht 24 Stunden vorher über eine Standortveränderung informieren.

Die Mieter selbst sind von der Verlagerung wenig begeistert, aber wie üblich machtlos. Petra Herzog, seit 2019 Bewohnerin der von Traugott vermieteten Immobilie, klagt beispielsweise über den verlängerten Arbeitsweg, den sie demnächst von Potsdam aus auf sich nehmen muss: "Ich bin vor sechs Jahren extra in die Nähe meiner Arbeitsstelle gezogen. Nun muss ich mir erst mal ein Auto besorgen. Vorher konnte ich alles bequem mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichen."

Das Stadtbild Berlins verändert sich durch den Abzug der Vermieter sichtlich. So sieht der weltberühmte Kurfürstendamm streckenweise inzwischen aus:

Schätzungen zufolge hat sich die Einwohnerzahl von Berlin seit der Wahl von 3,7 Millionen auf etwa 2,4 Millionen reduziert.

tla, ssi, dan; Fotos [M]: Shutterstock; Hinweis: Erschien schon mal ähnlich

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