Berlin (dpo) - Wer wäre besser für diesen Job geeignet als er? Direkt nach seiner Berufung in den Haushaltsausschuss des Bundestags hat Jens Spahn die ersten Ausgaben beschlossen: Um den Haushalt effizient durchzuführen, hat der CDU-Politiker Staubwedel und Putzschwämme im Wert von insgesamt 10 Milliarden Euro besorgt.
"Es ist ja nicht das erste Mal, dass ich sowas mache", so der Ex-Gesundheitsminister, während er stolz die ersten Paletten mit Staubwedeln und Putzschwämmen präsentierte. "Während Corona habe ich mich ja bereits unbürokratisch und schnell um die Maskenbeschaffung gekümmert. Diese Skills konnte ich hier natürlich zu unserem Vorteil einbringen."
Dank der gigantischen Lieferung von mehreren 100.000 Staubwedeln, mehreren Paletten Putzschwämmen und weiterer Haushaltsutensilien wie Müllsäcke, Spülmittel, Kloreiniger und andere Dinge dürfte der Bundeshaushalt bald picobello sauber aussehen. "Da wird jetzt mal so richtig aufgeräumt. Und gesaugt und geputzt und abgespült."
Geliefert werden die Staubwedel und Putzschwämme von diversen Haushaltsartikelherstellern, bei denen zufällig CDU-Kollegen Spahns im Aufsichtsrat sitzen. "Klar: Die waren jetzt deutlich teurer als marktüblich, aber ich habe natürlich sofort zugeschlagen, weil die Zeit eilte und schnelles Handeln erforderlich war. Ich bin mir sicher, dass mir das keiner nachtragen wird."
Immer wieder hatte der CDU-Politiker in jüngster Zeit für Aufsehen gesorgt, wenn er im Auftrag der Regierung dringend benötigte Ressourcen beschaffte. So konnte er in der Vergangenheit bereits die Halbleiter- und Chipkrise erfolgreich beenden, indem er halbe Leitern und Chips organisierte. Auch mit der Maskenbeschaffung an Karneval konnte Spahn glänzen. Zudem gelang es ihm, die Musterung junger deutscher Männer durch den Erwerb von gemusterten Stoffen entscheidend zu beschleunigen, das Haushaltsloch des Bundes durch den Kauf von Geld zu stopfen, die Not der Berliner während eines längeren Stromausfalls durch Steckdosen zu lindern, den Gasmangel zu beenden, indem er unbürokratisch Gasballons erwarb, und die Bundeswehr durch den Kauf von Bienenkörben mit Drohnen zu versorgen. Außerdem löste er die Spritpreiskrise gleich zweimal, indem er sowohl Diesel-Jeans als auch Øl aus Dänemark für je 10 Milliarden beschaffte, und rettete Buckelwal Timmy vor dem Verhungern durch den Erwerb von Walnüssen. Zuletzt schützte er Deutschland vor dem von Mäusen übertragenen Hantavirus durch die Anschaffung von Katzen im Wert von 10 Milliarden Euro, bekämpfte das Niedrigwasser im Rhein mit Kölnisch Wasser, kurbelte die Wirtschaft an, indem er Rehformen besorgte, und bekämpfte die Waldbrände mit Löschpapier (wir berichteten):
